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Radwanderweg

 

 

Von Sa Pobla nach Sa Canova d’Artà

Auf dieser Route kommt man in den Genuss einer vielfältigen und abwechslungsreichen Landschaft: Intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Gebiete wechseln sich mit Naturschutzgebieten wie dem Naturpark s’Albufera, Stränden und Dünenlandschaften ab. Es ist eine Rundreise durch die Gemeinden an der Bucht von Alcúdia, die in Sa Canova d’Artà endet. Eine Reise durch weite und lichtdurchflutete Landschaften mit den Gebirgszügen der Sierras de Llevant im Hintergrund.


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Strecke
Sa Pobla – Parque Natural de s’Albufera – Playa de Muro – Dunas de Son Real – Sa Canova d’Artà

Dauer: 1 Tag
Länge (hin und zurück): 72 km
 

Beschreibung der Route

1. Sa Pobla

Km 0. Die Nähe zum Naturpark s’Albufera und die Tatsache, dass ein großer Teil des Terrains ein Feuchtgebiet ist, machen Sa Pobla zu einem idealen Bewässerungsland für den Anbau von Kartoffeln und Gemüse. Die Stadt Sa Pobla ist sehr geometrisch angelegt, architektonisch ragen die Kirche aus dem 17. Jahrhundert, die Plaza Mayor, das Rathaus sowie das Völkerkundemuseum und das Museum für zeitgenössische Kunst heraus. Die Kapelle Santa Margalida de Crestatx, 3,5 km von Sa Pobla entfernt an der Strasse nach Pollença gelegen, ist schon im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt worden und somit eine der ältesten Kapellen der Insel.

2. Naturpark s’Albufera

Km 5-16. Dieser Teil der Tour führt uns durch den Naturpark S’Albufera, das größte Feuchtgebiet der Insel. Bei km 7,8 überqueren wir die Brücke über den Kanal Siurana. Von hier aus blicken wir auf eine Uferbewaldung, die sich auf ein Süßwasser-Feuchtgebiet mit Röhricht und Binsen ausbreitet. Nachdem wir eine Schranke überwunden haben, gelangen wir auf eine der Besichtigungstouren des Parks, die für Fußgänger und Radfahrer gedacht ist und zum Besucherzentrum führt. Bei km 9,4 erreichen wir einen Vogel-Beobachtungspunkt, und bei km 10,3 befindet sich ein Beobachtungsturm, der einen herrlichen Panoramablick auf den nördlichen Teil des Parks bietet. Bei km 10,6 überqueren wir die Puente de sa Roca, eine kleine Brücke, die den Kanal überquert. Bei km 10,8 erreichen wir schließlich das Besucherzentrum ‚Sa Roca’, in dem die Besucher des Naturparks willkommen geheißen werden und ihr Aufenthalt im Park organisiert wird. Bei km 11,8 finden wir einen weiteren Vogel-Beobachtungspunkt. Von km 12,5 bis 13,5 kommen wir durch eine Region mit Anbauflächen, die von kleineren Pinienwäldern unterbrochen sind. Anschließend fahren wir weiter bis zur Landstrasse C-712.


3. Playa de Muro

Bei km 15,4 verlassen wir die Strasse, um auf der Dünenkette weiterzufahren, die uns zu dem Teil des Naturparks führt, der sich bis zur Playa de Muro erstreckt. Weiter geht es zu Fuß bis zum Strand, von dem wir einen traumhaften Panoramablick auf das Kap ‚Cabo del Pinar’ links und sowie das Kap ‚Cabo de Ferrutx’ rechter Hand haben. Im Schatten des Pinienwalds befindet sich das Erholungsgebiet ‚Comú de Muro’ mit allen zugehörigen Einrichtungen wie Sitzbänke, Kinderspielplatz, Trinkwasser, Müllcontainer und sanitäre Anlagen.Km 18,2. Wir müssen nun durch Can Picafort und das zugehörige Stadtgebiet fahren, um zur Mündung des Sturzbachs ‚Torrente de Son Bauló’ am Meer zu gelangen. Der Hin- und Rückweg entlang dieses Gebiets beträgt etwas mehr als 1 km. Neben der Strasse, am Ausgang des Stadtgebiets, stoßen wir kurz vor dem Kreisverkehr auf das Erholungsgebiet von Can Picafort.


4. Dünen von Son Real

Km 19,2 und 29. Wir betreten nun das ‚Área de Especial Interés’ (Landschaftsgebiet von besonderem Interesse) der Dünen von Son Real. Dieses Schutzgebiet im Süden der Bucht von Alcúdia gehört zur Gemeinde Santa Margalida und umfasst einen Küstenstreifen von 2 km Breite und 5 km Länge. Dieser Küstenabschnitt hat so herrliche Strände wie s’Arenal des Casat geschaffen. Die Sturzbäche, die diese Region durchziehen (Son Bauló und Son Real), bilden beim Zusammentreffen mit den Sandflächen kleine Feuchtgebiete von großer Schönheit. Hier sind der Meerfenchel, der Strandflieder, die weiße Schwertlilie, die Stranddistel und der Strandhafer zu Hause, während der Wald von Pinien, Wacholderbäumen, Kreuzdorn und Sträuchern sowie von Steineichen und Erdbeerbäumen geprägt ist.
Zu den häufig hier vertretenen Säugtieren gehören Kaninchen, Igel und Wiesel, bei den Vögeln sind es die Turteltaube, die Ringeltaube, das Rebhuhn sowie die Sardengrasmücke und die Reptilien sind durch die mediterrane Schildkröte, die Eidechsen und die Strauchschlange vertreten. Bei den Lurchen treffen wir hier vor allem auf den Frosch und die Kröte. Es sollte noch auf die zahlreichen Zugvögel hingewiesen werden, die in der Küstenregion und in den Feuchtgebieten gerne Station machen.

Km 21,4. Links liegt das mallorquinische Landgut ‚Possessió de Son Real’, ein hervorragendes Beispiel traditioneller Architektur in perfektem Einklang mit der kulturhistorisch reichen ländlichen Umgebung. Bei km 23,5 überqueren wir den Sturzbach ‚Torrente de Son Real’ (oder ‚Torrente des Ravellar’). Bei km 26,7 erreichen wir die Wohnsiedlung Son Serra de Marina, die genau zwischen den zwei unberührten Landschaftsgebieten von Son Real und Sa Canova liegt.
Ein kleiner Abstecher von 4 km Länge führt uns von der Wohnsiedlung auf einem Weg auf der linken Seite am Meer entlang nach ‚S’Illa des Porros’, einer Ausgrabungsstätte der Talayot-Kultur, wo wir auf zwei in Fels gehauene Grabstätten stoßen werden. Etwas weiter die Küste entlang befindet sich die Talayot-Nekropole von Son Real mit mehr als einhundert Grabstätten, die aus Sandstein erbaut wurden.

Km 27,7. Am Ortsausgang von Son Serra de Marina finden wir ein kleines Sumpfgebiet, das sich in der Nähe der Meeresmündung des Sturzbachs ‚Torrente de na Borges’ bildet. Das Wasser des Feuchtgebiets, die Dünen und der einsame Horizont, den der Gipfel des Puig Ferrutx abschließt, bilden zusammen ein Gebiet mit einem außergewöhnlichen landschaftlichen Wert. Auf der anderen Seite des Torrente de na Borges erstreckt sich in Richtung s’Estanyol der herrliche Strand Playa de Sa Canova.


5. Sa Canova d’Artà

Km 33,2. Das ‚Área de Especial Interés’ (Landschaftsgebiet von besonderem Interesse) von Sa Canova de Artà bietet von dem Punkt, an dem wir uns gerade befinden, einen idealen Zugang. Zwischen der Wohnsiedlung Son Serra und der Landstrasse C-712 (km 28 bis 30) führt die Route über einen Forstweg bis zu den Dünen, Pinien- und Steineichenwäldern. Bei Km 30,1 befindet sich das mallorquinische Landgut ‚Possessió de Son Serra’ inmitten einer außergewöhnlichen Naturlandschaft. Zwischen km 33,2 und 36,7 radeln wir durch den südlichen Teil von Sa Canova de Artà, der durch seinen Tier- und Pflanzenreichtum beeindruckt. Hier stoßen wir auf Binsen, Röhricht, Schilfrohr, Wolfsmilch, Dünen-Trichternarzissen und die Stranddistel. Die inneren Dünen sind von einem dichten Pinienwald bewachsen, in dem wir aber auch auf den Wacholderbaum treffen. Die Biotopvielfalt von Sa Canova hat eine äußerst reichhaltige Fauna geschaffen. Hier leben die meisten Arten der auf den Balearen heimischen Säugetiere sowie eine Vielzahl verschiedener Vögel, wie der Bienenfresser, der Fliegenschnäpper und der Spatz. Bei den Wasservögeln stoßen wir unter anderem auf den Zwergtaucher oder den Reiher und bei den Reptilien erwartet uns die Garrigaschlange und die Schildkröte. Außerdem hat man in dieser Region Funde aus der Zeit der Talayot-Kultur bis in die Zeit der römischen Herrschaft freigelegt.

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